Die meisten tragen Verlobungsring und Ehering jahrzehntelang zusammen. Deshalb lohnt es sich, schon bei der Wahl des Verlobungsrings daran zu denken, wie die beiden Ringe nebeneinander sitzen.
Verlobungsring und Ehering: Was ist der Unterschied?
Der Verlobungsring wird beim Antrag überreicht und hat meist einen markanten Mitteldiamanten. Der Ehering – auch Trauring genannt – wird bei der Hochzeit getauscht und ist in der Regel schlichter: ein glatter Ring oder ein Ring, der ganz oder zur Hälfte mit kleineren Diamanten besetzt ist, ein sogenannter Memoire-Ring. Viele tragen beide Ringe anschließend am selben Finger.
Zuerst die Fassungshöhe prüfen
Ob ein Ehering bündig an Deinem Verlobungsring anliegt, hängt vor allem von der Fassung ab. Sitzt der Diamant hoch auf Krappen mit freiem Raum darunter, gleitet ein gerader Ring darunter und beide liegen eng aneinander. Niedrige Fassungen, Zargen und viele Halo-Designs reichen bis zum Finger – dann bleibt bei einem geraden Ring ein kleiner Spalt. Das ist kein Makel: Manche mögen den Abstand, andere bevorzugen einen geschwungenen oder ausgesparten Ring, der der Form des Verlobungsrings folgt.
Metall abstimmen – oder bewusst mischen
Klassisch sind dasselbe Metall und dieselbe Goldfarbe für beide Ringe, sodass sie wie ein Set wirken. Gelb- und Weißgold zu mischen kann sehr modern aussehen, wenn es eine bewusste Entscheidung ist. Ein praktischer Hinweis: Platin ist härter als Gold – trägst Du einen Platinring direkt neben einem Goldring, kann sich das Gold mit der Zeit schneller abnutzen. Die Unterschiede erklärt unser Edelmetall-Ratgeber.
Die Breiten ausbalancieren
Filigrane Verlobungsringe mit einer Schiene von etwa 2 mm wirken am schönsten mit einem Ehering in ähnlicher oder etwas geringerer Breite. Ein zu breiter Ehering kann einen feinen Solitär optisch erdrücken. Magst Du es markant, geht auch das Gegenteil: Ein breiterer Ring rahmt dann einen kleineren Mittelstein.
Glatter Ring oder Memoire-Ring?
- Glatter Ring: zeitlos, lässt dem Verlobungsring den Auftritt und lässt sich später leicht in der Größe anpassen.
- Halbmemoire: Diamanten nur auf der oberen Hälfte – funkelt von vorn und ist im Alltag bequem.
- Vollmemoire: Diamanten rundherum – maximales Funkeln, die Größe lässt sich später aber kaum ändern, also genau messen.
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Stacking: mehr als zwei Ringe
Viele ergänzen im Laufe der Jahre einen dritten Ring – zum Jahrestag oder zur Geburt eines Kindes. Ein klassischer Stack ist der Verlobungsring, eingerahmt von je einem Ring auf jeder Seite. Wenn Du das schon einplanst, lassen Dir ein Solitär mit hoher Fassung und schmale Ringe um 2 mm die meisten Möglichkeiten.
Den Verlobungsring in die Entscheidung einbeziehen
Am einfachsten findest Du den passenden Ehering, wenn Du ihn zusammen mit Deinem Verlobungsring anprobierst. Geht das nicht, schick uns ein Foto Deines Rings von der Seite und nenne uns Metall und Ringgröße – wir beraten Dich persönlich, welcher Ring am besten passt, oder fertigen einen individuellen Ehering, der Deinem Verlobungsring genau folgt.