Labordiamanten und natürliche Diamanten im Vergleich
| Labordiamant | Natürlicher Diamant | |
|---|---|---|
| Material | Reiner kristalliner Kohlenstoff | Reiner kristalliner Kohlenstoff |
| Härte | 10 auf der Mohs-Skala | 10 auf der Mohs-Skala |
| Brechungsindex | 2,42 | 2,42 |
| Funkeln und Feuer | Identisch | Identisch |
| Entstehungszeit | Wenige Wochen | 1 bis 3 Milliarden Jahre |
| Herkunft | Vollständig rückverfolgbares Labor | Mine, oft schwer nachvollziehbar |
| Zertifizierung | IGI, GIA | GIA, IGI, HRD |
| Preis bei gleicher Qualität | Deutlich niedriger | Deutlich höher |
Selbst ausgebildete Gemmologen können Labordiamanten und natürliche Diamanten weder mit bloßem Auge noch mit der Lupe unterscheiden. Nur spezielle Laborgeräte erkennen winzige Unterschiede in Wachstumsmustern und Spurenelementen.
So wächst ein Labordiamant
CVD (chemische Gasphasenabscheidung): Eine dünne Diamantscheibe, der Keim, wird in eine versiegelte Kammer gelegt. Ein Gemisch aus Methan und Wasserstoff wird mit Mikrowellen zu einem leuchtenden Plasma erhitzt. Kohlenstoffatome lösen sich aus dem Gas und verbinden sich mit dem Keim, sodass der Kristall Atom für Atom wächst. Es entsteht ein flacher, quadratischer Rohdiamant, der anschließend wie jeder andere geschliffen und poliert wird.
HPHT (Hochdruck-Hochtemperatur): Ein Keim wird zusammen mit reinem Kohlenstoff und einem Metalllösungsmittel in eine Presse gelegt. Bei rund 1.500 °C und mehr als dem 50.000-fachen Atmosphärendruck löst sich der Kohlenstoff und kristallisiert auf dem Keim. HPHT-Kristalle wachsen typischerweise in kuboktaedrischer Form.
Beide Verfahren erzeugen echte Diamanten. Manche CVD-Diamanten erhalten nach dem Wachstum eine kurze Wärmebehandlung, um ihre Farbe zu perfektionieren; das ist üblich und wird immer auf dem Zertifikat angegeben.
Was Typ IIa bedeutet
Wissenschaftler ordnen Diamanten auch nach ihrer Chemie. Typ Ia enthält Stickstoffcluster und macht den Großteil natürlicher Diamanten aus. Typ Ib enthält verstreuten Stickstoff und wirkt oft gelb. Typ IIa enthält fast keinen Stickstoff und ist daher außergewöhnlich weiß und transparent; nur etwa 1 bis 2 Prozent der natürlichen Diamanten gehören dazu. Typ IIb enthält Bor und kann bläulich erscheinen. Die meisten hochwertigen Labordiamanten sind Typ IIa, der reinste Typ überhaupt.
So erkennst Du einen echten Diamanten
Imitationen wie Zirkonia oder Glas sehen auf den ersten Blick ähnlich aus, sind aber andere Materialien mit anderer Härte und Lichtwirkung. Der einzig verlässliche Nachweis ist ein unabhängiges Zertifikat und, bei unseren Diamanten, eine Lasergravur auf der Rundiste, die mit der Zertifikatsnummer übereinstimmt.
Warum BEUSÉA ausschließlich Labordiamanten verwendet
Wir finden, dass der schönste Diamant nicht auf Kosten der Erde entstehen sollte. Labordiamanten geben uns volle Rückverfolgbarkeit, gleichbleibende Spitzenqualität und einen deutlich kleineren ökologischen Fußabdruck, bei gleichem Feuer und gleicher Haltbarkeit. Deshalb ist jeder Diamant, den wir fassen, im Labor gezüchtet, in Farbe D, Reinheit VVS–VS1 und IGI-zertifiziert.


